Wir können nicht ignorieren, dass die fortschreitende Klimakrise weltweit Ernten bedroht und wirksame Gegenmaßnahmen erfordert. Die Veränderung des Klimas kann auch Olivenernten betreffen und die Existenz der produzierenden Menschen infrage stellen. Wetterereignisse sind kaum noch prognostizierbar, und sie werden extremer. Häufige Waldbrände bedrohen auch die Olivenhaine. Und vor jeder Erntesaison wächst die Sorge, ob ein Zuviel oder ein Zuwenig an Sonne oder Regen den Ertrag gefährden wird. Werden wir in Zukunft noch in ausreichender Menge – bezahlbares und gutes – Olivenöl beziehen können?
Auch wir sind beunruhigt. Deshalb bietet die Öl-Connection-Ruhr die folgende Informations- und Diskussionsveranstaltung an.
Klima-Kommunismus. Gleichheit in Zeiten der Erderwärmung
Vortrag und Gespräch mit Miltiadis Oulios
Am Vorabend der Ölausgabe:
Freitag, den 27. Februar 2026 um 19:30 Uhr
KoFabrik, Stühmeyerstraße 33, 44787 Bochum
Stichworte wie „Klimakrise“ oder „Klimakatastrophe“ stehen nicht mehr auf der gesellschaftspolitischen Tagesordnung. Stattdessen setzen Regierende von Trump bis Merz unbeirrt auf Wirtschaftswachstum und sogar auf fossilen Roll-back als Programm. Doch die Erderwärmung mit all ihren eskalierenden Folgen lässt sich durch Wegschauen und Leugnen nicht aufhalten. Der Handlungsdruck steigt – also was tun?
Der Radiojournalist und Sachbuchautor Miltiadis Oulios plädiert für „Klima-Kommunismus“. Das Reizwort „Kommunismus“ bedeutet schlicht und einfach, dass es gemeinschaftliche Güter geben muss. Das sind in allererster Linie die natürlichen Ressourcen, die für alles Leben auf dem Planeten unabdingbar sind: Niemand hat das Recht, sie zu zerstören.
Klima-Kommunismus heißt Klimagerechtigkeit. Oulios’ Ansatzpunkt ist der Konsum. Um die Verkehrs- und Energiewende noch zu schaffen und die Emission von Treibhausgasen wirksam zu reduzieren, muss die gesellschaftliche Verteilung neu geregelt werden. Klimagerechtigkeit muss im „Mainstream“ ankommen. Diejenigen, die in den reichsten Industriestaaten einen vielfach höheren Energie- und Rohstoffverbrauch tätigen als die allermeisten Menschen in Ländern des „globalen Südens“, müssten folglich umso mehr ihren Konsum von Flugreisen, Automobilität, Fleisch oder schnelllebigen Modeartikeln reduzieren. Erst Recht gilt das für die wohlhabende und reiche Minderheit innerhalb unserer deutschen Gesellschaft.
Oulios’ Prophezeiung: Klimaschutz wird zum neuen Klassenkampf. Wie könnte er also demokratisch ausgefochten werden? Wie könnten Höchstwerte für den individuellen Verbrauch festgelegt und materielle Anreize für klimaschützende Alternativen im Alltag geschaffen werden? Weshalb geht das eher mittels staatlicher Interventionen als im blinden Glauben an den Markt? Miltiadis Oulios wird dazu Fakten und Thesen präsentieren und zur lebhaften Diskussion einladen. Sein Buch „Klima-Kommunismus. Gleichheit in Zeiten der Erderwärmung“ ist im Unrast-Verlag erschienen.
Er ist Mitinitiator des deutsch-französischen Aufrufs „OK Planet – wir brauchen Klima-Budgets“ – abrufbar unter klima-budget.eu.


